Der kleine Madden Hebert ist ein ganz normales Baby – mit einer ziemlich ungewöhnlichen Geschichte. Denn für seine 25-jährige Mutter aus dem US-Bundesstaat Maine wäre eine Schwangerschaft zu gefährlich gewesen, da sie an einem Herzfehler litt. Also brachte ihn kurzerhand seine 49-jährige Großmutter zur Welt.

Linda Sirois mit ihrer Tochter und ihrem Enkelsohn 

Als Angel Hebert erfuhr, dass sie einen Herzfehler hat und daher besser keine Kinder austragen sollte, brach für sie und ihren Mann Brian eine Welt zusammen. „Wir waren sehr enttäuscht und traurig“, so die 25-Jährige aus Maine über den Moment, in dem ihr die Ärzte die Hiobs-Botschaft überbrachten.

Doch glücklicherweise wusste Angels Mutter Linda Sirois eine Lösung. Die 49-Jährige bot an, das Baby ihrer Tochter zur Welt zu bringen. „Ich bin da und ich kann es für euch austragen“, zitierte Angel Hebert ihre Mutter gegenüber der amerikanischen Tageszeitung „The Portland Press Herald“. „Ich glaube, wir haben sie damals nicht wirklich ernst genommen.“

Doch schließlich hakte die 25-Jährige nach. „Ich habe sie im vergangenen Sommer angerufen und gefragt: ‚Erinnerst du dich noch an das Angebot, dass du mir gemacht hast? Ist es immer noch gültig?‘“, erzählt Angel Hebert der Zeitung. Die Mutter bejahte die Frage und wandte sich auch sofort an mehrere Fertilitätskliniken in der Umgebung ihrer Heimat Madawaska. Die meisten Kinderwunschzentren lehnten ihre Anfrage aufgrund ihres Alters jedoch ab.

Doch schließlich erklärte sich eine Klinik in Massachusetts einverstanden. Dort hatte man schon häufiger künstliche Befruchtungen in ähnlichen Fällen durchgeführt, weshalb man Sirois' Anliegen als nicht besonders ungewöhnlich empfand.

Als die Ärzte der 49-Jährigen die erste befruchtete Eizelle ihrer Tochter einpflanzten, wurde sie sofort schwanger. Sirois, die neben ihrer Tochter Angel noch drei weitere Kinder zur Welt gebracht hatte, empfand die neuerliche Schwangerschaft mit ihrem Enkelkind als die bisher angenehmste: keine Morgenübelkeit, keine Komplikationen. „Ich habe keine kleineren Kinder mehr – die jüngsten gehen aufs College – das hat es mir einfacher gemacht“, so erklärte sie gegenüber der Zeitung. Die restlichen Familienmitglieder, Freunde und Bekannten hätten geschlossen hinter der Idee gestanden. „So viele Menschen haben mir Glück gewünscht und Mut zugesprochen – sogar Fremde aus der Gemeinde“, so Sirois gegenüber dem „Portland Press Herald“. Für sie selbst sei es keine große Sache gewesen: „Ich habe es einfach als ein mehrere Monate langes Babysitting gesehen“, erklärte sie ihre Leihmutterschaft pragmatisch. „Es war einfach nur ein Zimmer zur Miete.“


Am 13. August 2012 erblickte der kleine Madden per Kaiserschnitt das Licht der Welt. „Es war unglaublich“, so Angel Hebert, die ihrer Mutter im Kreißsaal beigestanden hatte. „Es war eine wunderbare, wunderbare Erfahrung.“ Kind, Mutter und Großmutter sind allesamt wohlauf.

Quelle: http://de.nachrichten.yahoo.com/leihmutter--49-j%C3%A4hrige-bringt-ihren-enkel-zur-welt.html

 

28.08.2012 | 1849 Aufrufe

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