Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Seit 2018 kann man in Deutschland HIV Heimtests kaufen.

https://www.aidshilfe.de/hiv-selbsttest

 

z.B. von Ratiopharm:

https://www.ratiopharm.de/ratgeber/hiv-und-aids/autotest-vih.html

https://www.medizinfuchs.de/preisvergleich/autotest-vih-hiv-selbsttest-ratiopharm-1-st-ratiopharm-gmbh-pzn-13965199.html

Kostet ca. 20€.

 

Das ist für private Samenspenden sehr interessant, da das "vorzeigen" von HIV Tests zwar üblich ist, aber eigentlich schon immer ein ziemlich unsinniges Ritual war.

Das bringt nämlich 2 Probleme mit sich:

 

Für den Spender:

Rechtlich ist die private Samenspende ja anders als die durch professionelle Hilfe, auch 2019 noch nicht von einer "Zeugung" unterscheidbar, weshalb Anonymität als einzige sichere Methode bleibt Unterhalt auszuschliessen. Das Vorzeigen von Gesundheitsnachweisen kann die Anonymität gefährden, insbesondere wenn man die per Mail verschickt. Da hilft auch das Schwärzen vom Nachnamen nichts.

 

Für die Empfänger:

Egal ob der Nachname sichtbar ist oder nicht kann man nur mit dem Stück Papier alleine nicht prüfen ob die Laborergebnisse echt sind, da sie keine Echtheitsmerkmale haben. 

 

Beide Probleme fallen weg, wenn die Empfängerin den Spender am Tag der Spende einen HIV Schnelltest machen lässt. Sinnvoller weise sollte die Empfängerin den Test selber besorgen, damit irgendwelche Manipulationen ausgeschlossen sind.

Hinzu kommt noch daß der Test dann sehr aktuell ist, was ja bei Laborergebnissen nicht der Fall ist da man die nicht täglich neu macht.

 

Was natürlich bleibt ist die diagnostische Lücke und natürlich gibt es auch andere Geschlechtskrankheiten, aber HIV ist sicherlich die wichtigste.

Sperma-Selbsttests gibt es übrigens auch im Drogeriemarkt. Die sind zwar sicher nicht so aussagefähig wie ein Spermiogramm, aber beim vorzeigen eines Spermiogrammes ergeben sich wieder genau die Probleme die ich oben beschrieben habe.

5 Aufrufe | 1 Beiträge