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  • 03.01.1983 (37)

Hallo zusammen,
mir fällt auf, dass viele erfolglose suchende Frauen und Paare eigentlich nicht wissen, welchen Spender sie eigentlich suchen sollten bzw. welcher Spender zu ihnen passt. Der Misserfolg ist mitunter auch damit zu erklären, dass das Suchfeld nicht konkretisiert und eingeschränkt wird und auch damit, dass die angebotenen Gegenleistungen und Such-Anzeigen nicht darauf ausgerichtet sind, somit melden sich auch nicht die passenden Spender. Oder die Frauen setzten ein unrealistisches Spender-Profil voraus und wissen nicht, was gut oder schlecht ist.

In einem älteren Blog-Eintrag habe ich bereits die verschiedenen Spender-Typen beschrieben und bin darauf eingegangen, wie man die eigene Such-Anzeige darauf auslegt. Anscheinend habe ich mich damals nicht klar genug ausgedrückt oder der Blog-Eintrag fällt nicht ins Auge und wird übersehen. Auf jeden Fall habe ich mich jetzt entschieden, darauf noch präziser einzugehen und dem Thema einen eigenen Blog-Eintrag zu spendieren. Einige Dinge werden sich daher wiederholen und sind kopiert worden.


Die Grundlegende zwei Fragen sind, wann / ob eine private Samenspende in Betracht kommt und wenn ja, welcher Spender zu einem passt. Die erste Frage sollte bereits geklärt sein. Grundsätzlich muss sich jede Frau Zeit nehmen, sich ausreichend zu informieren, darüber nachdenken, was sie will, wie sie es erreichen kann und was sie dafür einsetzen möchte bzw. kann.
Zuerst möchte ich die Spender klassifizieren. Daraus kann man dann ableiten, welcher Spender zu welcher Frau am besten passt. Mit dieser Kenntnis muss dann die Suche und die Anzeige angepasst werden.

Spender-Typen

Es gibt aus meiner Sicht fünf Haupt-Gruppen und fünf Unter-Gruppen, in die man Spender einteilen kann. Es gibt aber auch extreme Ausprägungen.

Hauptgruppen
1. Der Gut-Mensch.
2. Der Berufs-Spender
3. Der Familien-Mensch (heterosexueller Single/homosexuelle Paare)
4. Der Anfänger
5. Der Sex-Hungrige

Extreme Ausprägungen
I. DNA-Schleuder
II. Gescheiterte Existenzen
III. Helfer-Süchtige
IV. Sonntagsspender

Untergruppen
a. Yes-Spender
b. Anonyme Spender
c. Gelegenheitsspender (weniger als 4 Empfänger)
d. Vielspender (4 bis 12 Empfänger)
e. Massenspender (mehr als 12 Empfänger)

Ich werde jetzt jede Gruppe beschreiben und später dann darauf eingehen, für welche Frau welcher Spender am besten geeignet ist.

Der Gut-Mensch ist ein Spender, der einzig deshalb spendet, weil er helfen möchte. Er spendet, weil ihm es glücklich macht, lachende Gesichter und frohe Menschen im Familien-Glück zu sehen. Zumindest erging es mir so, bevor ich aus diversen Gründen anfing Geld zu verlangen. Es bestätigt einen und es verursacht Glücksgefühle. Bei dem einen oder anderen Spender weckt es auch leichte Vater-Gefühle und Stolz. Die Gruppe Gut-Mensch ist klein, es gibt nicht viele von ihnen. Einen solchen Spender zu finden ist auch deshalb schwierig, weil diese Spender viele Ansprüche und ausgereifte Vorstellungen haben und nicht jeder Frau helfen. Der Gut-Mensch gehört nicht selten zur Gruppe „Vielspender“, aber Massenspender werden sie meistens nicht. Sie spenden in ihrer Freizeit, wobei die Spendertätigkeit dem Privatleben untergeordnet wird. Sie haben auch klare Vorstellungen und Grenzen, an wie viele Frauen und bis zu welchen Alter sie spenden werden. Sie spenden auch nur für bestimmte, speziell ausgewählte Menschen, jedoch nicht an jede Frau. Sie machen sich Gedanken darüber, was aus dem Kind wird und ob es richtig gefördert und erzogen wird!

Der Berufs-Spender ist jemand, der ein finanzielles Interesse hat. Dazu gehören Studenten mit Geldsorgen, die das gelegentlich machen, um ihr Konto auszugleichen. Dazu gehören aber auch Leute, die das hauptberuflich machen. Ich würde z.B. Martin während seiner aktiven Zeit dazu zählen (Martin, ich hoffe ich trete dir nicht auf die Füße). Sie begleiten sehr viele Frauen gleichzeitig. Auch in dieser Gruppe gibt es Spender, die viele Ansprüche haben. Vor allem, um sich gegen Unterhalts-Zahlungen abzusichern. Nach langjähriger Spendertätigkeit gehören diese Spender auch zur Untergruppe „Massenspender“, mindestens jedoch zur Gruppe „Vielspender“.

Der Familien-Mensch ist jemand, der eigentlich sich eine eigene Familie wünscht, aber leider keinen Partner findet oder er ist homosexuell und will eine Regenbogenfamilie gründen. Er will (Co-)Vater werden.
Die DNA-Schleuder (ist nicht meine Wort-Erfindung!) sind Menschen mit übertriebenen Fortpflanzungs-Trieb. Sie helfen i.d.R. jedem ohne irgendwelche Anforderungen zu stellen. Auf Grund des übertriebenen Fortpflanzungs-Triebs setzten sie sich keine Grenzen und überschreiten nicht selten nach langjähriger Spendertätigkeit das 40te Lebensjahr. Somit kommen 40 bis 100 Spender-Kinder zusammen und daher gehören sie zur Gruppe der Massenspender.

Die Gruppe der gescheiterten Existenzen sind Menschen, die durch das Spenden wenigstens ein Erfolgserlebnis haben, nicht selten das einzige in ihrem Leben. Oder sie verarbeiten damit einen Minderwertigkeits-Komplex. Ein solcher Spender ist wie die DNA-Schleuder i.d.R ein Massenspender, denn die Spendertätigkeit kann auf Grund der Erfolgserlebnisse zur Sucht werden. Auch sie überschreiten nach langjähriger Tätigkeit das 40te Lebensjahr und auch sie haben nicht selten 40 bis 100 Kinder.

Der Helfer-Süchtige hat das Helfer-Syndrom. Dieses Syndrom ist auch eine Sucht auf Grund Minderwertigkeits-Komplexe. Diese Leute erfüllt es anderen zu helfen, das kann irgendwann zur Sucht werden. Auch Spendern kann das passieren, hier betrifft das hauptsächlich den Gut-Mensch. Auch sie können Massenspender werden, wenn sie den Absprung nicht schaffen oder sich keine Grenzen setzten. Meist rutschen die Spender in die Sucht, weil ein großer Mangel an sehr guten Spendern vorhanden ist und sie zum weitermachen aufgefordert werden.

Der Anfänger ist ein Spender, der sich vor kurzem angemeldet und noch keinen Plan hat. Ich würde auch all jene in diese Gruppe einteilen, die noch nicht den ganzen Prozess, beginnend bei Samenspende bis hin zur Stiefkindadoption, durchgegangen sind. Jeder gute Spender war mal ein Anfänger. Anfänger haben sich noch keine Gedanken gemacht und stellen keine Ansprüche, sind aber vielen Illusionen verfallen und wissen nicht, was auf ihnen zukommt. Sie wollen schnell Erfahrung sammeln. Daher übernehmen Sie oft die Unkosten. Dies ist insofern riskant, weil nach ein paar Spenden sich Ernüchterung beim Spender einstellt und ein Abbruch erfolgen kann, was durchaus häufig vorkommt. Anfänger gehören zur Untergruppe „Gelegenheitsspender“.


Der Sonntagsspender ist die extreme Ausprägung des Anfängers. Ich habe den Begriff vor langer Zeit mal von Sonntagsfahrern abgeleitet. Das sind quasi Leute, die sich ganz neu angemeldet haben und meinen, die Frauenwelt wartet nur auf sie zum Schwängern. Keinen Plan, kein Kenntnisse und keine Grips, aber eine große Klappe und total naiv. Sie melden sich nur an und das war es auch schon.

Dann gibt es die Sex-Hungrigen. Sie wollen ausschließlich Sex haben. Ob bei dem Akt ein Kind entsteht ist ihnen egal. Manche turnt das sogar an. Sie suchen hauptsächlich gutaussehende Frauen mit sex. Interesse. Diese Spender übernehmen meist alle Unkosten, um möglichst viele Frauen anzulocken.

Zusätzlich gibt es Untergruppen. Auf der einen Seite die Yes-Spender und Spender, die den Kontakt ein Leben lang aufrecht erhalten, und auf der anderen Seite die anonymen Spender. Man kann auch zwischen Massenspender (> 12 Empfängerinnen), Vielspender (<12 Empfängerinnen) und Gelegenheitsspender (1 bis 4 Empfängerinnen) unterscheiden.

Wer passt zu mir?

Viele Frauen und Paare wollen keinen Massenspender, denn sie wollen nicht, dass ihr eigenes Kind den gleichen Vater hat, wie das der besten Freundin oder sie wollen nicht ständig ungefragt haufenweise neue Geschwisterchen dazubekommen. Auch die Inzucht-Gefahr bzw. die eingeschränkte Gen-Vielfalt ist nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst ist es Samenbanken in Deutschland verboten, mehr als 12 Kinder mit einem Spender zu zeugen. Außerdem stehen viele Massenspender unter Verdacht, irgendwelche Komplexe zu haben oder psychisch irgendetwas verarbeiten müssen. Die genetischen Anlagen einiger psychischer Erkrankungen sind vererbbar. Ich würde mich auch als Frau fragen, warum jemand so viel Freizeit dafür opfert, denn wenn man so viel spendet, kann man nicht mehr seine Freundschaften pflegen, Hobbys nachgehen oder Zeit mit der Partnerin verbringen. Das spricht dafür, dass derjenige vielleicht sozial isoliert ist, also keine Sozial-Kompetenz vorhanden ist. Es ist auch fraglich, ob man überhaupt zu so vielen Kinder den Kontakt aufrecht erhalten kann, wenn ein Kontaktwunsch besteht, das ist sehr zweifelhaft. Manche Massenspender spenden an jede Frau, egal ob das Kind richtig gefördert und erzogen werden kann oder nicht. Ich finde, als Spender hat man die Verantwortung an wen man spendet und was aus dem Kind dann wird. Ein vernünftiger Spender hört einfach rechtzeitig auf und setzt sich Grenzen. Manche (Massen)Spender überschreiten das 40ste Lebensjahr, ab diesem Alter werden die Gen-Defekte immer mehr, das Risiko steigt rasant an. Viele Frauen ziehen daher einen Gelegenheitsspender vor, oder wollen höchstens ein Vielspender (bis max. 12 Empfängerinnen). Das ist sehr verständlich. Man muss aber auch sagen, dass Anfänger (Gelegenheitsspender) auch nicht unbedingt die beste Wahl sind. Anfänger sind vielleicht noch zu emotional in dieser Angelegenheit, das kann gerade bei Paaren zu zwischenmenschlichen Problemen führen. Anfänger haben sich noch keine Gedanken gemacht und sind vielen Illusionen verfallen. Sie wollen schnell Erfahrung sammeln. Daher übernehmen Sie nicht selten die Unkosten und sind anspruchslos. Dies ist insofern riskant, weil sich nach ein paar Spenden Ernüchterung beim Spender einstellt und ein Abbruch erfolgen kann, was durchaus häufig vorkommt. Die Verklemmtheit und emotionale Abschottung von Anfängern, ausgelöst durch Scham und Unsicherheit, wird von Frauen nachträglich negativ beurteilt. Erfahrene Spender sind offener und souveräner, wodurch sich unsichere Frauen, die mit Samenspenden keine Erfahrung haben, wohler und behüteter fühlen! Erfahrene Spender nehmen unbedarfte Frauen an die Hand, weisen sie auf Schwierigkeiten hin und geben gute Tipps. Die Gespräche und die Abläufe sind harmonisch und unproblematisch.
Yes-Spender und Spender, die den Kontakt das ganze Leben lang aufrecht erhalten, sind für das Kindeswohl am besten, sie stellen aber in der Regel viele Ansprüche. Entsprechend müssen Frauen und Paare entsprechende Gegenleistungen anbieten (Geld) und Voraussetzungen erfüllen (finanzielle Stabilität, geistiges & kulturelles Niveau, etc.). Es ist ein Menschenrecht, den biologischen Vater zu kennen. Viele Kinder, die ihren leiblichen Vater nicht kennen, leiden ihr ganzes Leben darunter! Yes-Spender gehören meist zum Typ Gut-Mensch und sind auf Grund der Vorteile zu bevorzugen. Anonymen Spender dagegen verfolgen nicht selten sexuelle Interessen, Ausnahmen bestätigen die Regel! Frauen mit geringem Einkommen wählen gerne einen anonymen Spender, da diese nicht selten kostenlos spenden. Ebenso auch heterosexuelle Paare, die den Kontakt zum Spender auf Grund erwarteter zwischenmenschlicher Probleme scheuen. Davor muss ich aber warnen! Es wird übersehen, dass diese Spender sehr oft ein anderes Ziel verfolgen, als die anonyme bzw. kostenlose Spende. Spender mit sexuellem Interesse wollen anonym bleiben. Um viele Frauen anzulocken, bieten sie eine völlig kostenlose Spende an. Mir wird sehr oft berichtet, dass gerade diese Spender am ES-Termin plötzlich die natürliche Methode machen möchten, obwohl die Bechermethode vereinbart worden ist. Oder sie kommen nicht zum Termin, da sie erkennen, dass sie bei der Frau keine Chance haben oder sie finden die Frau nicht sex. anregend. Daher sind Enttäuschungen und Abbrüche vorprogrammiert. Die sehr großen gesundheitlichen Risiken dürfen auch nicht vergessen werden, da die Gesundheitstests ohne Namen und Geburtsdaten nicht überprüft werden können. Nicht selten spenden anonyme Spender per NI (Sex, Natürliche Methode) an mehreren Frauen parallel, hierbei können notwendigen Inkubationszeiten von 6 Monaten zwischen den HIV-Tests nicht eingehalten werden. Gesundheitstests sind in diesem Falle nicht aussagekräftig, da bereits eine Infektion stattgefunden haben kann, der Test jedoch negativ ist. Daher ist vor der anonymen Spende in jedem Fall abzuraten!

Frauen, die schon sehr lange suchen, und Frauen mit geringen finanziellen Möglichkeiten sollten auf jeden Fall den Familien-Mensch suchen. Also einen Vater, der Verantwortung und Kosten übernehmen möchte. Der potentielle Vater kann entweder ein heterosexueller oder ein homosexueller Single-Mann mit Kinderwunsch sein. Da ein zweites Einkommen durch den potentiellen Vater vorhanden ist und er auch Verantwortung übernimmt, gelten andere (geringere) Anforderungen und Voraussetzungen, die die Frau erfüllen muss. Aber ein schwules Pärchen wäre in diesem Fall nicht geeignet, da das Paar selbst i.d.R. eine eigenständige Familie haben möchte und eine dritte Person quasi das fünfte Rad am Wagen ist! Lesbische Paare wären dagegen mit einem schwulen Pärchen besser beraten (Regenbogen-Familie), vor allem dann, wenn sie schon seit längerer Zeit keinen Spender finden! Das liegt oft daran, dass entweder die finanziellen Möglichkeiten der Frauen nicht mit den Vorstellungen der Spender übereinstimmen oder der potentielle Spender nicht mit der Bechermethode einverstanden ist. Man muss aber auch bedenken, dass Schwule und Lesben sich nicht riechen können (zumindest hat man mir das so geschildert), das könnte später Probleme machen. Für heterosexuelle Paare dagegen ist der Gut-Mensch oder der Berufsspender die beste Wahl, aber auf keinen Fall ein Anfänger. Für heterosexuelle Single-Frauen wäre der Familien-Mensch, in dem Fall der heterosexuelle Single-Mann, als Spender am besten, denn diese können sich oft auch eine Beziehung vorstellen. Geeignet wäre auch der Berufsspender oder Gut-Mensch. Lesbische Single-Frauen sind ebenfalls gut beraten mit dem Berufsspender oder dem Gut-Mensch, nicht jedoch mit einem schwulen Pärchen!

Wenn man den Spender-Typ ausgewählt hat, dann sollte man sich in diesen Spender hineindenken und sich überlegen, was er wissen möchte. Dementsprechend sind die Anzeige und die Anfragen zu schreiben bzw. zu gestallten.

spermaspender.karlsruhe (ooo)

 

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