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  • 03.01.1983 (36)

Warum ein regelmäßiger Kontakt zum Spender wichtig ist

Um das Thema einzuleiten, möchte ich euch über mein Treffen mit einem Spenderkind berichten, welches ich vor kurzem besuchte. Ich muss dazu sagen, dass ich zu fast allen Familien einen regelmäßigen Kontakt habe.
Anfang November besuchte ich mal wieder ein lesbisches Pärchen und ihren vierjährigen Sohn. Bisher war ich nur ein „Freund der Familie“, das änderte sich aber vor kurzem. Das Kind fragte mehrfach nach einem Vater. Andere Kinder im Kindergarten sprachen stolz über ihren Vater, er konnte das nicht und war außen vor. Das übliche Gerangel eben, wer denn den tolleren Vater hätte. Wie halt die Kinder so sind. Natürlich versuchten die beiden Mütter dem Kind zu erklären, dass andere nur eine Mutter hätten, er aber zwei. Das nützte aber nicht viel. Also klärten sie ihren Sohn auf und baten mich sie zu besuchen.
Es war ein schönes Treffen, wir spielten alle zusammen Auto abschleppen, ich brachte nämlich ein Abschlepp-Fahrzeug aus Lego mit, um das Eis zu brechen. Es waren schöne Stunden, aber das Wesentliche kam erst zum Schluss. Als ich mich verabschieden wollte, umarmte mich der Kleine ganz unverhofft und ich sollte versprechen bald wieder zu kommen. Allen Beteiligten sah man ihre glasigen Augen an. Die beiden Eltern waren sehr erleichtert und froh, dass alles so gut ablief. Es ist sehr wichtig für den Kleinen, dass er auch einen Vater hat und wer das ist.
Leider kennen viele Spenderkinder nicht ihren biologischen Vater und erleiden seelische Qualen. Entsprechende Aussagen von Erwachsenen, die ihren Vater nicht kennen, kann man in diversen Foren nachlesen (Kuckuckskinder, etc.). Regelmäßig lese ich auch wiederkehrende Anzeigen von einer Mutter auf dem Portal Spermaspender.de, die ihren anonymen Spender von damals sucht und ihn darum bittet, dass er sich doch mal melden möchte. Das Kind möchte unbedingt den Vater kennenlernen. Die Kenntnis der Abstammung ist ein durch die Verfassung geschütztes Grundrecht, das gilt auch bei Samenspenden. Das wurde vom Oberlandesgericht Hamm bestätigt. Die zentrale Frage bei einer Samenspende ist: Wählt man einen anonymen Spender (No-Spender) oder einen Yes-Spender aus? Möglicherweise sind zwischenmenschliche Konflikte mit einem Yes-Spender gegeben, aber es ist definitiv und in jedem Fall egoistisch gegenüber dem Kind einen No-Spender auszuwählen. Eine Mutter, die ihr Kind wirklich liebt, kann das nicht egal sein!

Daher werbe ich verstärkt dafür, dass Spender und Empfängerinnen sich klar gegen eine anonyme Spende aussprechen.

Dabei kann man doch den Problemen aus dem Wege gehen…

Erwartete zwischenmenschliche Konflikte mit dem Spender, gerade durch heterosexuelle Paare, kann man von vornherein damit begegnen, dass man nicht einen erstbesten oder x-beliebigen Spender aussucht, nur weil er es evtl. kostenlos macht, sondern dadurch dass man seinen Charakter und dessen Ziele genau kennenlernt. Wichtig ist, dass der Spender zwischen Spenderkinder und eigene Kinder streng differenzieren kann. Rein rechtlich gesehen sind intakte Familien gegen Klagen zur Vaterschaftsfeststellung geschützt. Ein Vertrag kann den Schutz noch verstärken.
Spender können sich gegen Unterhaltsklagen mit einem entsprechenden Vertrag einigermaßen schützen (durch Erstattung des Unterhalts), im Besonderen aber durch richtiges Verhalten. Nämlich nicht planlos an x-beliebige Frauen spenden, ohne deren finanzielle Situation zu kennen.

Es ist also nicht nötig einen anonymen Spender zu suchen! Auch wenn man keinen regelmäßigen Kontakt zwischen Spender und Spenderkind wünscht, besteht immer noch die Möglichkeit die Daten des Spenders in einem Umschlag zu hinterlegen, damit das Kind später den Spender doch noch kennenlernen kann. Überlegt es euch gut, es ist nicht rückgängig zu machen!

Warum einen regelmäßigen Kontakt zum Spender?

Durch den regelmäßigen Kontakt kann das Kind in die Situation hineinwachsen. Es kennt es nicht anders und kann damit besser umgehen. Wird das Kind dagegen während oder nach der Pubertät aufgeklärt, kann das schwere Folgen haben für die Psyche und für den Familienzusammenhalt. Eine Lebenslüge zerstört alles, auch das Familienglück.

 

Ich hoffe ich konnte euch für mein Anliegen gewinnen!

 

spermaspender.karlsruhe (ooo)

 

Weiterführende Beiträge zum Thema:

http://www.spendesperma.com/blogs/-blog-des-samenspenders-ooo-_87/anonymer-spender-vater-oder-yes-spender-regelmaessiger-oder-gelegentlicher-kontakt-zum-spender_100

http://www.spendesperma.com/blogs/-blog-des-samenspenders-ooo-_87/welcher-spender-passt-zu-mir-unterscheidung-der-spender-typen-und-vor-nachteile_98

http://www.spendesperma.com/blogs/-blog-des-samenspenders-ooo-_87/was-ist-eine-samenspende-und-wie-unterscheidet-sie-sich-gegenueber-anderen-formen-der-familiengruendung_109

http://www.spendesperma.com/blogs/-blog-des-samenspenders-ooo-_87/kurze-uebersicht-ueber-die-rechtliche-situation-bzgl-samenspende-vaterschaft-unterhalt-erbschaft-steuer_112