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  • 03.01.1983 (36)

Hallo,

Ich war lange Zeit Yes-Spender und hörte noch vor erreichen meiner selbst gesteckten Höchstgrenze auf (12 Familien). Ich habe immer noch zu allen Kontakt und treffe sie regelmäßig. Aber ich merke, wie zeitraubend das sein kann und wie viel Zeit für die eigene Familie und Freunde verloren geht.

Alle Kinder älter als drei (auch die der lesbischen Eltern) haben aus eigenem Bedürfnis nach einem Papa gefragt und alle haben Kontakt-Bedürfnis. Das ist schön aber zugleich eine große Herausvorderung für mich. Rechnet man das hoch bin ich jedem Monat min. an einem Wochenende auf irgendwelchen Treffen.

Ich frage mich daher, wie das Spender mit 80 Kinder und mehr angeblich schaffen und dann noch einem Weiß machen wollen, dass sie "Kontakt" haben. Wenn man ehrlich ist, ist das eine (Selbst-)Lüge. Man kann keinen echten Kontakt zu mehr als 10 bis 12 Familien haben. Eigentlich sind bereits 8 zu viel.

Eine weitere Erkenntnis: Verhaltensweisen, Geschmack (Lieblingsgerichte), Technisches Verständnis, Charakterzüge - ja sogar Lieblingsfarben - werden vererbt, ohne dass man das anerzieht. Das ist schon sehr krass zu sehen, wie viel Genetik einen Menschen ausmacht. Als Samenspender ist das besonders bemerkbar, weil man nicht bei der Erziehung mitwirkt, aber doch viel mitbekommt und zwischen den Familien vergleichen kann. Das ist der größte Vorteil der privaten Samenspende: Man kann den Spender nach seinem Charakter auswählen.

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